#097 | Streit & Konflikte: Raus aus dem Beziehungs-Drama

Veröffentlicht von Linda Mitterweger am

Streit & Konflikte: Raus aus dem Beziehungs-Drama!

Das Drama-Dreieck erkennen & aus dem Streit aussteigen

 

Heute werde ich die das Modell des Drama-Dreiecks etwas genauer erklären.
Das Drama-Dreieck sorgt dafür, dass Konflikte in Partnerschaften und anderen sozialen Beziehungen immer wieder eskalieren. Wenn wir eine Rolle im Drama-Dreieck übernehmen, sorgen wir dafür, den destruktiven Konflikt aufrecht zu erhalten. Und leider passiert genau das meist sehr unbewusst.

Trotzdem gibt es Wege, durch die du aus dem Drama-Dreieck aussteigen kannst und Konflikte in deiner Partnerschaft konstruktiv lösen kannst – ohne dabei zu eskalieren.

Alles, was du darüber wissen musst, erfährst du heute!

Ich wünsche dir viel Spaß und viele neue Erkenntnisse.

 

Du kannst die Folge direkt hier hören – oder auf Spotify & ITunes.

 

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Lösung von Problemen in der Beziehung

 

Hier kannst du den Inhalt der Folge zudem als Blogpost nachlesen:

 

Eines der häufigsten Themen, mit denen Paare zu mir in die Beratung kommen, ist die Streitkultur. Oder besser gesagt: Die fehlende Streitkultur.

So viele Paare sind regelrecht verzweifelt und kennen keinen Ausweg mehr, weil sie sich in Streitsituationen immer weiter in den Streitkreislauf hinein verirren und keinen Ausweg mehr finden. Vielleicht kennst du das auch aus deiner Partnerschaft: Dass es immer wieder zu Konflikte und Streit kommt – oft ohne großen Auslöser oder auch über Nichtigkeiten – und ihr euch richtig rein steigert. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Mücke zum Elefanten macht. Und euch damit gegenseitig zutiefst verletzt. So sehr, dass es manchmal sogar Zweifel an der Partnerschaft gibt: Macht die Beziehung Sinn, wenn die Kämpfe so viel Kraft rauben?

Konflikte in der Partnerschaft & das Drama-Dreieck

Ich möchte heute mit dir über das Drama-Dreieck sprechen.

Dass Drama-Dreieck ist ein Mechanismus, der in vielen Beziehungen stattfindet. Im Prinzip handelt es sich beim Drama-Dreieck um ein Rollenspiel, da beide Partner in eine Rolle schlüpfen ohne das aktiv zu beeinflussen. Es passiert einfach.

Die Partner wählen ihre Rollen im Drama-Dreieck nicht bewusst!

Ein typischer Ablauf für einen Konflikt im Drama-Dreieck kann beispielsweise so aussehen: Etwas läuft nicht wie es soll oder geht schief. Es kommt zu einer Enttäuschung und es hagelt Vorwürfe. Der angegriffene Partner versucht entweder sich – nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung – zu verteidigen und wirft dem Partner neue Vorwürfe an den Kopf. Oder er nimmt eine Opferhaltung ein. Fühlt sich machtlos und hilflos, während der erste Partner immer weiter Vorwürfe anbringt. Oft wird hierbei auch auf bereits lange zurückliegende Situationen und Verallgemeinerungen zurückgegriffen. Die Situation schaukelt sich immer weiter hoch. Versucht ein Partner, sich zu entziehen, wird er vom anderen verfolgt und weiter zur Rechenschaft gezogen.

Das ist nur ein möglicher Verlauf. Das Drama-Dreieck kann auf viele verschiedene Arten stattfinden – immer abhängig davon, welche Rolle die Partner übernehmen aber dazu später mehr.

 

Streitbewältigung

 

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen:

Das Drama-Dreieck äußert sich in Schuldzuweisungen, Verantwortungen & Enttäuschungen.

Da das Drama-Dreieck meist unbewusst startet und die Partner sich ihrer Rollen nicht bewusst sind, ist es eine Herausforderung diesen Mechanismus in der Beziehung zu verändern – aber es ist möglich! Ihr könnt aus dem Drama-Dreieck aussteigen oder auch lernen, gar nicht erst einzusteigen.

Das Drama-Dreieck als Verhaltensmuster stammt aus der Transaktionsanalyse und wurde von Stephen Karpman begründet. In der Theorie wird es beschrieben als Konfliktdynamik mit drei wechselnden Rollen zwischen mindestens zwei Menschen. Nochmal in meinen Worten: Diese Theorie liefert eine Erklärung dafür, warum Konflikte manchmal extrem eskalieren indem es drei Verhaltensmuster beschreibt, die wir im Streit zeigen: Drei typische Rollen.

Und diese drei wechselnden Rollen stelle ich dir jetzt vor.

Du kannst jetzt ganz aufmerksam zuhören und sehen, ob du dich oder deinen Partner in einer oder mehreren Rollen wiedererkennst.

Drama-Dreieck: Keine Rolle ist besser als die andere!

Wichtig zu wissen ist noch, dass keine der Rollen besser ist als die andere. Alle Rollen wünschen sich im Wesentlichen Aufmerksamkeit und Anerkennung. Alle Rollen werden aus Angst heraus gesteuert und alle drei Rollen bedingen sich gegenseitig und sorgen dafür, dass sich die Situation immer mehr aufschaukelt und schlussendlich oftmals richtig eskaliert.

Die drei Rollen, die im Modell beschrieben werden, sind die Rolle

  • des Täters bzw. Verfolgers,
  • des Opfers
  • und des Retters.

Viele Menschen haben eine bevorzugte Rolle, die sie schnell übernehmen. Genauso typisch ist es aber auch, im Laufe des Konflikts die Rolle zu wechseln, verschiedene Rollen zu übernehmen und regelrecht hin und her zu springen.

 

Rolle in Streitdiskusion

 

Gehen wir die Rollen einmal einzeln durch:

Die Rolle des Täters bzw. Verfolgers im Drama-Dreieck

In der Rolle des Täters wird das Gegenüber dominiert und kontrolliert. Die Täter-Persönlichkeit nimmt die Dinge in die Hand auf ihre eigene Art und Weise. Sie weiß alles besser. Sie kritisiert und kontrolliert, droht, schüchtert regelrecht ein und demütigt ihr Gegenüber. Der Täter verfolgt eine Grundeinstellung, die in etwas lautet: „Ich bin okay, du bist nicht okay.“ oder „Ich habe Recht und du hast Unrecht.“ Nach außen wirkt der Täter oder Verfolger mächtig. Er schädigt, beschuldigt oder bestraft sein Gegenüber. Der Täter ist der Meinung ganz genau zu wissen, was die Ursache einer problematischen Situation ist – ganz klar die Unfähigkeit oder Unwilligkeit seines Gegenübers. Er plädiert für Konsequenz und Härte. Wenn etwas nicht so läuft, wie der Täter sich das wünscht, wird er wütend oder mitunter auch aggressiv.

Die Rolle des Opfers im Drama-Dreieck

Im Gegensatz dazu steht das Opfer im Drama-Dreieck in einer nach außen sehr schwach wirkenden Position. Das Opfer wird von den anderen Beteiligten für die Situation verantwortlich gemacht und bekommt Anschuldigen und Vorwürfe zu hören. Daraus resultierend  fühlt es sich hilflos und ohnmächtig. Die Opfer-Persönlichkeit versucht, sich dem Gefühl des Verantwortlich-Seins jedoch zu entziehen – es möchte die Verantwortung die Situation nicht tragen und präsentiert sich nach Außen als hilflos, denn aus der Opfer-Rolle heraus ist es leicht, den anderen Rollen die Schuld zuzuweisen. Und damit drängt das Opfer sein Gegenüber regelrecht in die Täter-Rolle: Es will ein schlechtes Gewissen machen. Die Grundeinstellung hier lautet in etwa: „Ich bin nicht okay aber du bist auch nicht okay.“

In der Dynamik bekommt das Opfer also viele Vorwürfe und Anschuldigungen zu hören und wird für die Situation verantwortlich gemacht. Diese Vorwürfe und Anschuldigen werden jedoch nicht nur passiv hingenommen – nein! Das Opfer füllt diese Rolle regelrecht aus. Es erlebt sich selbst als schwach und machtlos und die anderen Persönlichkeiten des Drama-Dreiecks als sehr mächtig.

Der Nutzen der Opfer-Persönlichkeit besteht darin, keine Verantwortung für die Situation übernehmen zu müssen: Die anderen sind ja dafür verantwortlich, dass es dem Opfer schlecht geht. Jammern ist also erlaubt. Das Opfer sieht sich selbst nicht in der Lage, seine Situation zu verändern. Und darin besteht die vermeintliche Macht dieser Position: Das Opfer gibt die Verantwortung für sein Handeln und die Folgen seines Handelns ab und manipuliert durch seine eigene Schwäche und seine Schuldgefühle.

Und hier schaltet sich meist die dritte Rolle ein – denn die wird durch das Verhalten der Opfer magisch angezogen.

 

Schuldzuweisung Verantwortung Entäuschung

 

Die Rolle des Retters im Drama-Dreieck

Der Retter möchte gebraucht werden und Anerkennung erhalten. Er möchte helfen, andere beschützen und ihnen genau sagen, was gut für sie ist. Dem ganzen liegt der Wunsch nach Bewunderung zugrunde. Aber auch der Retter trägt zum Aufschaukeln der Situation bei, denn er macht andere klein um selbst größer zu wirken. Er sieht das Opfer als hilflos an und bestätigt sich selbst darin. Die Grundhaltung ähnelt der des Täters: „Ich bin okay, du bist nicht okay.“ – Der Retter wertet sich selbst auf, indem er dem Opfer gegenüber die Einstellung vertritt, dass es ohne ihn nicht geht. Damit erzeugt der Retter eine Abhängigkeit: Er macht sich unentbehrlich. Gleichzeitig wertet der Retter auch den Täter ab. Er stellt sich selbst über die anderen Rollen und erkennen ihnen so die Fähigkeit ab, angemessen zu handeln. Damit reißt er die Verantwortung des Opfers an sich. Selbst wenn der Retter auf einen Hilferuf des Opfers hin handelt, handelt er meist ohne direkten Auftrag. Er begründet sein Handeln aus der Situation heraus, in etwa durch den Gedanken: „Das kann man doch nicht zulassen. Da muss doch jemand etwas tun!“

Auf den ersten Blick wirkt es, als wäre der Retter „der Gute“ in der Dynamik. Er leistet Hilfestellung und ist vordergründig auf die Bedürfnisse des Gegenübers fokussiert. Tatsächlich geht es ihm jedoch um sein eigenes Bedürfnis nach Anerkennung und Bewunderung. Durch die Hilfe, die er dem Opfer entgegen bringt, macht er zudem das Opfer noch kleiner und hilfsloser als es eigentlich wäre.

Drama-Dreieck: Welche Rolle übernimmst du?

Vielleicht hast du dich jetzt in der einen oder anderen Rolle wiedererkannt. Der Begründer dieser Theorie hat beobachtet, dass Menschen gewisse Lieblingsrollen haben, im Konflikt aber auch schnell und häufig die Rollen wechseln können.

Es kann sein, dass ein Partner die anklagende Täter-Rolle übernimmt. Der andere Partner direkt die Opfer-Rolle einnimmt wodurch der erste Partner als Helfer zur Seite steht bevor er wieder zum Täter wird. Opfer können urplötzlich selbst zum Täter werden. Es gibt unzählige Abläufe und Muster, die uns in Konflikten begegnen können. Es muss nicht in jedem Konflikt jede Rolle übernommen werden. Tatsächlich gibt es beispielsweise in Konflikten manchmal auch gar keinen Retter.

 

Lösung von Beziehungsproblemen

 

Ich werde dir gleich erzählen, wie du das Wissen über diese Dynamik für dich nutzen kannst, um Konflikte zu deeskalieren und auszusteigen. Im ersten Schritt ist es jedoch wirklich wichtig, sich mit den einzelnen Rollen zu befassen. Sich selbst in den Rollen zu erkennen und ein Gespür dafür zu bekommen, wann ihr in das Drama-Dreieck einsteigt.

Denn: Solange die Partner in den Rollen bleiben gibt es keine wirkliche Lösung.

Das Drama-Dreieck bleibt bestehen, bis einer aussteigt!

Die wünschenswerte vierte Position: Begegnung auf Augenhöhe

Und an dieser Stelle ist es wichtig, noch eine vierte Position einzuführen – die Position, die angestrebt werden sollte. Die vierte, wünschenswerte Position ist die Begegnung auf Augenhöhe. Dieser Position liegt die Haltung zugrunde: „Ich bin okay und du bist auch okay.“

Und über Begegnungen auf Augenhöhe habe ich in diesem Podcast schon viel gesprochen. Es geht darum, Bedürfnisse zu kommunizieren und andere Menschen mit ihren Bedürfnissen und ihrer Not zu sehen. Es geht darum, von sich zu sprechen und nicht zu interpretieren. Es geht darum, bei sich selbst zu bleiben. Dem anderen zugewandt zu bleiben. Die eigenen Emotionen wahrzunehmen und zu reflektieren.

 

Konflikte in der Partnerschaft

 

Und jetzt einmal ganz konkret:

Was kannst du tun, um aus dem Drama-Dreieck auszusteigen?

Oder im besten Fall: Gar nicht erst einzusteigen.

Schritt 1: Mache dir bewusst , welche Rolle du gerade spielst!

Erkenne die zugrunde liegenden Mechanismen. Erkenne deine Rolle und die Rolle der anderen. Und erkenne – und darauf liegt der Fokus –, dass du diese Rolle spielst! Es ist eine Rolle. Mehr nicht. Du bist nicht dein Verhalten. Du kannst entscheiden, wie du dich verhältst. Du bist möglicherweise unbewusst in eine Rolle gerutscht. Du musst sie nicht erfüllen. Du kannst dich anderes verhalten. Du kannst aussteigen.

Schritt 2: Löse dich von dem Wunsch, Recht, Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erhalten!

Denn danach strebt jede der Rollen auf ihre eigene Weise.

Wenn du die Opfer-Rolle übernommen hast, mache dich unabhängig. Entscheide dich bewusst dagegen, im Selbstmitleid zu verharren oder Aufmerksamkeit in Form von Mitleid zu suchen. Finde deine Kraft und Stärke zurück. Du brauchst kein Mitleid – nicht von dir selbst und nicht von anderen. Du kannst versuchen, deine Themen selbst anzugehen und zu lösen oder konkret um Hilfe bitten.

Als Täter solltest du darauf achten, konstruktiv und wertschätzend zu kommunizieren. Die Gewaltfreie Kommunikation kann dir dabei helfen. Verzichte auf Anschuldigungen und Abwertungen. Verzichte auf destruktive Kritik. Gib konstruktive und wertschätzende Rückmeldung. Kümmere dich erst einmal um dich selbst: Gib dir alles, was du brauchst. Sorge für dich, ohne dass dies auf Kosten anderer geschieht.

Verzichte als Retter darauf, dich und deine Hilfe aufzudrängen. Gib die Verantwortung ab – dahin, wo sie hingehört. Lass dein Gegenüber selbst die Verantwortung für sich übernehmen. Respektiere die Verletzlichkeit deines Gegenübers und spreche ihr nicht die Fähigkeit ab, eigenständig zu denken und zu handeln.

 

Ausstieg aus dem DramadreieckAC

 

Tipp: Gar nicht erst in das Drama-Dreieck einsteigen!

Um gar nicht erst einzusteigen ist es außerdem hilfreich, zu erkennen, wenn dein Partner eine Rolle übernimmt.

Wenn dir dein Partner mit Vorwürfen und Anschuldigungen begegnet, lasse dich nicht darauf ein, in die Opfer-Rolle zu wechseln: Du bist nicht hilflos. Du musst dich nicht in eine Ecke drängen lassen. Du kannst deinem Partner sagen, dass du seine Kritik so nicht annimmst und dass du das Thema konstruktiv lösen möchtest.

Wenn dein Partner selbst die Opfer-Rolle übernimmt und versucht, die Verantwortung für eine Situation von sich wegzudrängen, musst du diese Verantwortung nicht annehmen.

Wenn du dich provoziert fühlst, musst du nicht zum Täter werden. Du kannst die Situation verlassen. Du musst nicht mitspielen.

Das braucht etwas Übung aber du kannst das lernen, da bin ich ganz sicher!

Schritt 3: Teile den Prozess mit deinem Partner!

Erzähle von deinen Erkenntnissen. Erzähle deinem Partner, was in der Situation passiert ist. Teile deine Sichtweise. Dabei geht es nicht darum, einer Meinung über alles zu sein, sondern Verständnis für die Unterschiedlichkeit zu schaffen. Verbindung zu schaffen.

Du merkst schon: Der Kern, aus dem Drama-Dreieck auszusteigen – oder möglicherweise gar nicht erst einzusteigen – besteht darin, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und – wie so oft – etwas anders zu tun als bisher.

Du musst Verantwortung für deine eigenen Gefühle und Handlungen übernehmen, denn solange du Gedanken hast, wie: „Solange er oder sie sich soundso verhält, verhalte ich mich so…“ bist du Teil des Drama-Dreiecks und der Konflikt bleibt bestehen.

 

Begegnung auf Augenhöhe

 

Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, wie ihr Konflikte denn stattdessen lösen sollt. Wir ihr auf einen Nennen kommen sollt, wenn ihr euch nicht einmal verteidigen dürft.

Fakt ist: Im Drama-Dreieck ist keine Lösung und keine Einigung möglich.

Im Drama-Dreieck kümmert sich jeder nur um sich selbst und seine Position. Das Drama-Dreieck wirkt nicht verbindend, sondern trennend. Ihr müsst aussteigen um überhaupt einen Raum zu schaffen, indem ihr konstruktiv über die Situation sprechen könnt. Das heißt nicht, dass es dann direkt einfach ist, den Konflikt zu lösen. Aber so wird überhaupt der Raum geöffnet, in dem Lösung zu einer Option wird. Nur so begegnet ihr euch offen. Nur so seid ihr bereit, die Meinung des anderen zu hören. Euch auf die Wahrnehmung des anderen einzulassen. Solange ihr im Drama-Dreieck bleibt, werden eure Rollen die Situation, in der ihr euch befindet, verzerren, negativ umdeuten und bestimmte Aspekte auch gänzlich ausblenden.

Reflektiere wie das Drama-Dreieck in deiner Beziehung wirkt!

Ich wünsche dir, dass es dir gelingt dieses Modell in deiner Beziehung anzuwenden. Ein guter ersten Schritt kann beispielsweise sein, diese Podcast-Folge gemeinsam mit deinem Partner zu hören und euch einmal darüber auszutauschen, welche Rollen ihr beide oftmals übernehmt. Auch wenn jeder Mensch natürlich jede Rolle übernehmen kann, gibt es oftmals Lieblingsrollen in bestimmten Situationen. Überlegt beispielsweise auch mal, welche Rollen ihr aus eurer Herkunftsfamilie kennt und welche Rollen ihr in eurer Kindheit übernommen habt und wie sich das im Erwachsenenleben verändert hat. Schafft Achtsamkeit dafür, in welchen Situationen eurer Beziehung es zum Drama-Dreieck kommt. Und versucht beim nächsten Mal, auszusteigen. Das braucht wahrscheinlich etwas Übung aber der Grundstein ist jetzt gelegt: Das Bewusstsein für die Dynamik.

 

Drama Dreieck

 

Ich wünsche dir, dass es dir auf lange Sicht gelingt, aus dem Drama-Dreieck auszusteigen – oder gar nicht erst einzusteigen – und zwar in allen Situationen deines Lebens.

Denn dieses Drama haben wir alles so überhaupt nicht nötig!

 

 

Danke, dass du auch in dieser Podcast-Folge wieder mit dabei warst. Ich hoffe, dass die Erkenntnisse über die Wirkweise des Drama-Dreiecks dich zukünftig dabei unterstützen, Konflikte in deiner Partnerschaft konstruktiv zu lösen: Ohne Eskalation und ohne Drama.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen bei all den Menschen bedanken, die mir auf Itunes Rezensionen für den Podcast hinterlassen haben und so liebe Worte geschrieben haben. Ich lese diese Rezensionen immer wieder durch und diese liebevollen und positiven Worte kommen wirklich ganz tief in meinem Herzen an. Vielen, vielen Dank dafür!

Ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Woche wieder im Podcast hören und – kleiner Teaser – in der nächsten Woche gibt es wieder eine neue Gratis Coaching Übung für dich in meinem Mitgliederbereich. Mehr dazu erfährst du nächste Woche.

Habe eine wunderschöne Woche und einen wunderschönen Tag!

Lass es dir gut gehen,

mach’s gut & bis bald,

deine Linda

 

In meinem kostenlosen Mitgliederbereich wartet ein Workbook für deine Beziehung zum Download auf dich. Außerdem findest du dort einen kostenlosen 4-teiligen Online-Kurs & weitere Literaturempfehlungen rund um das Thema Partnerschaft & Paartherapie. Alle neuen Informationen gibt es dort zuerst!


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Linda Mitterweger Psychologe Psychologin Berater Beraterin PSY-ON HilfeLinda Mitterweger  (Psychologin)

Ich helfe Menschen eine glückliche und erfüllte Partnerschaft zu leben – in Nahbeziehung und auch in Fernbeziehungen, trotz der Distanz. Ich selbst habe bereits viele Jahre Fernbeziehungen geführt und kenne die Herausforderungen, die diese Beziehungsform bietet – aber auch die Chancen. Mit meiner Unterstützung kannst du die Kommunikation und Offenheit in deiner Beziehung stärken und so gute Lösungen für die Herausforderungen finden, die sich dir in deinem Leben und in deiner (Fern-)Beziehung stellen. Neben der Fernbeziehungsberatung biete ich Online-Paartherapie über Videochat an. Kontaktiere mich für deine 90-minütige Power-Session oder verabrede direkt online deinen nächsten Termin.

 


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