#119 I Erfolgsfaktor Gelassenheit in der Beziehung

Veröffentlicht von Linda Mitterweger am

Erfolgsfaktor Gelassenheit in der Beziehung

Advents-Special für dein Beziehungsjahr 2022


Willkommen zum 2. Advents-Special! In dieser Reihe wird es um drei Erfolgsfaktoren deiner Beziehung gehen und darum, wie du das Jahr 2022 zum bisher erfolgreichsten Jahr für deine Beziehung machen kannst! In der letzten Woche haben wir uns den Erfolgsfaktor Zufriedenheit angesehen und heute wird es um ein weiteres wichtiges Thema gehen: Die Gelassenheit! Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dieser Podcast-Folge.

 

Ich wünsche dir viel Spaß mit dieser Podcast-Folge.

 

Du kannst die Folge direkt hier hören – oder auf Spotify & ITunes.

 

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Das Buch kann von Paaren oder Einzelpersonen ausgefüllt werden und ist für alle Beziehungskonstellationen geeignet. Es kann auch begleitend zu einer Paartherapie eingesetzt werden.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit diesem Buch & alles Gute für deine Beziehung!

 

Erfolgsfaktor Gelassenheit

Hier kannst du den Inhalt der Folge zudem als Blogpost nachlesen:

 

So viele meiner Klienten in der Online Paartherapie wünschen sich nur eines: Leichtigkeit in ihrer Partnerschaft. Dass die Beziehung sich nicht so schwer anfühlt. Dass mehr Raum für Spaß und Harmonie entsteht – dass alles einfach leichter von der Hand geht und sie ihre Beziehung endlich so richtig leben und vor allem genießen können.

Leichtigkeit ist ein so verständlicher Wunsch in der Partnerschaft!

Und aus Erfahrung kann ich dir sagen: Eine Beziehung, die in Leichtigkeit gelebt wird, macht einfach unglaublich viel Spaß! Und auch du kannst das erreichen!

Was allerdings häufig passiert ist das folgende: Paare, die sich Leichtigkeit wünschen, sagen Sätze wie…

  • Wenn mein Partner sich anders verhalten würde, wäre alles viel leichter!
  • Wenn die Situation anders wäre, würde mir alles so viel leichter fallen!
  • Wenn ich wenigstens sehen würde, dass er oder sie sich bemüht…

Du hörst es schon: Wenn, wenn, wenn…

Und das Problem dabei ist ganz einfach:

Du hast keinen Einfluss darauf, ob sich die Dinge im Außen verändern!

Du hast keinen Einfluss darauf, ob dein Partner sein Verhalten ändert, ob die Situaation sich verändert oder ob sich neue Entwicklungen ergeben.

Wenn du weiterhin darauf wartest, dass sich im Außen etwas verändert, auf das du keinen Einfluss hast, wirst du dauerhaft auf der Wartebank deines Lebens sitzen. Und die ist alles andere als von Leichtigkeit bestimmt!

Leichtigkeit durch mehr Gelassenheit

Der Schlüssel zu mehr Leichtigkeit ist Gelassenheit!

Ich habe dir heute ein kleines Gedicht – man kann es auch als Gebet bezeichnen – mitgebracht. Vielleicht kennst du es bereits. Es wird sehr häufig im Therapiekontext angewendet, oft auch in Selbsthilfegruppen – ich selbst kenne es auch aus meiner Arbeit in einer psychosomatischen Klinik. Es ist das sogenannte Serenity Prayer, der US-amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat es geschrieben.

Das Gedicht ist in seinem Ursprung an Gott gerichtet, du kannst es aber auch für dich anwenden, wenn du nicht gläubig bist oder mit dieser Ansprache so gar nichts anfangen kannst.

Gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Niebuhr glaubt daran, dass wir alle fähig sind, unsere Welt mitzugestalten. Es geht darum, genau hinzusehen, was uns allen tatsächlich möglich ist. Und wir werden eingeladen mutig die Dinge zu ändern, die in unserem menschlichen Ermessen stehen.

Ich erlebe in der Arbeit mit meinen Klienten so oft, wie Paare sich an Themen abarbeiten, die sie überhaupt nicht verändern können. Auf die sie keinen Einfluss haben. Sei es, dass sie versuchen, Geschehenes ungeschehen zu machen, nachtragend sind und so keinen Weg in die Vergebung finden oder dass sie Eigenschaften, Charakterzüge und Handlungen ihres Partners ablehnen, sich immer wieder darüber auslassen und ihre Energie in die Unzufriedenheit stecken anstatt sie auf die Dinge zu fokussieren, die veränderbar sind.

Entscheide weise: Was kannst du verändern und wo darfst du dich in Akzeptanz üben?

Was sind die Dinge in deinem Leben und deiner Beziehung, die du nicht ändern kannst?

Übe dich darin, sie hinzunehmen. Übe dich in Akzeptanz. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Deshalb nutze ich ganz bewusst des Begriff des sich-in-Akzeptanz-Übens. Mir ist bewusst, dass das ein Prozess ist. Ein Prozess allerdings, der dein gesamtes Leben verändern kann und die Qualität deiner Beziehung!

Und welche Aspekte deines Lebens und deiner Beziehung erfüllen dich gerade noch nicht vollkommen? Welche davon kannst du verändern?

Verändern kannst du alles, was mit dir zu tun hat. Deine Gedanken und Handlungen. Du kannst bestimmte Dinge in deiner äußeren Situation verändern, lasse es deinen Wohnort oder deinen Job sein. Du kannst wählen, wie und mit wem du deine Zeit verbringst. Mit welchen Menschen und Gegenständen du dich umgibst, woran du glaubst und was du konsumierst. All das sind freie Entscheidungen.

Wie zufrieden bist du mit den Entscheidungen, die du aktuell in deiner Beziehung triffst?

Du hast an jedem Tag die Möglichkeit, etwas zu verändern. Große Veränderungen brauchen vielleicht mehr Zeit als kleine. Manchmal sind meine Klienten allerdings auch überrascht, wie große Effekte bereits ganz kleine Veränderungen erzielen. Ich gebe ihnen oft Aufgaben mit, die sie direkt in ihrem Alltag anwenden können. Den Tag anders zu beginnen oder zu beenden hat oftmals einen riesigen Einfluss auf die Lebensqualität. Sich an jedem Tag Zeit füreinander zu nehmen, auch wenn es nur einige Minuten sind. Weniger destruktive Dinge zu konsumieren und die Zeit für all das zu verwenden, was wirklich zufrieden und glücklich macht, ist ein echter Lifechanger.

Gelassenheit in der Partnerschaft

Du hast die Chance, an jedem Tag neu zu wählen!

Die Kunst besteht nicht darin, Leichtigkeit in unserem Leben zu finden, wenn im Außen alles leicht ist. Denn vielleicht wird es das nie sein. Das Ziel ist es, Leichtigkeit in dir selbst zu finden. Zufriedenheit in dir zu finden. Gelassenheit in dir zu finden. Akzeptanz zu finden.

Die Kunst besteht darin, zu verändern, was du verändern kannst und dich in Akzeptanz für alles andere zu üben.

Und genau darin wird deine heutige Aufgabe bestehen.

Wenn du möchtest, nimm dir jetzt oder – wenn du gerade unterwegs bist – später an diesem Tag ein Blatt Papier zur Hand oder nutze die Notizfunktion deines Handys.

Notiere dir auf diesem Blatt Papier all die Dinge, die dich aktuell noch davon abhalten, erfüllt und glücklich in deiner Partnerschaft zu sein. All die Dinge, die zwischen dir und der Leichtigkeit, dir und der Gelassenheit stehen. Alles, was dich gerade stört und unzufrieden macht.

Und dann erstelle im zweiten Schritt zwei Spalten, die du folgendermaßen benennst:

Die erste Spalte heißt „Faktoren, die ich verändern kann“ und die zweite Spalte benennst du mit „Faktoren, auf die ich keinen Einfluss habe“

Und dann teilst du im dritten Schritt alle Punkte aus Schritt 1 – aus deiner Liste der Dinge, die dich aktuell stören – in die beiden Spalten ein.

Nimm dir im Anschluss die erste Spalte vor: Die Dinge, die du verändern kannst und auf die du einen Einfluss hast.

  • Welche der Punkte sind besonders störend und sollten deshalb bevorzugt verändert werden?
  • Notiere dir, wie die Situation wäre, wenn alles gut wäre. Male dir die perfekte Lösung in allen Details aus. Wenn du beispielsweise mehr Zeit mit deinem Partner verbringen möchtest, überlege ganz konkret, wie viel Zeit sich für dich richtig anfühlen würde und wie ihr diese Zeit konkret gestalten würdet.
  • Und dann formuliere dir ein bis drei Schritte, die du direkt jetzt angehen kannst, um deine Vision zu verwirklichen und etwas in deiner Partnerschaft zum Positiven zu verändern.

Nimm dir die zweite Liste vor. Die, in der du Punkte gesammelt hast, die du nicht verändern kannst und auf die du keinen Einfluss hast.

  • Male dir aus, wie es sich anfühlen würde, wenn diese Themen kein Problem mehr darstellen würden und du sie einfach akzeptieren könntest. Wie würde sich das anfühlen? Und was würde dadurch in deinem Leben möglich werden?
  • Was bräuchtest du noch ganz konkret, um Akzeptanz für diese Punkte zu erlangen?

Akzeptanz zu erlangen, kann mitunter ein langer Weg sein. Ein Weg, auf dem es sich lohnt genau hinzusehen. Die ein oder andere Schicht tiefer zu gehen und genau hin zu sehen, was das Thema mit dir zu tun hat und weshalb es dir so schwer fällt, es anzunehmen.

Wenn wir versuchen, Dinge zu verändern, die wir nicht verändern können, anstatt sie zu akzeptieren, verbrennen wir Ressourcen und Energie. Und das allerschlimmste ist: Wir verletzen uns selbst. All die negativen Gefühle, die ausgelöst werden, all die negativen Gedanken, all das Grübeln, all die Wut und all der Ärger, finden nur in dir statt. Solange du dir nicht erlaubst, zu akzeptieren und vielleicht auch zu vergeben, wirst du all diese negativen Gedanken weiter denken und all diese negativen Gefühle weiter fühlen und du wirst dich selbst weiterhin verletzen. An jedem einzelnen Tag. Also bitte – wenn es dir irgendwie möglich ist – übe dich in Vergebung und Akzeptanz! Das heißt nicht, dass du die Situation gut finden musst, wie sie ist. Das heißt nur, dass du aufhörst, dich zu verletzen und zu bestrafen für etwas, auf das du keinen Einfluss hast.

Das musst du nicht alleine machen!

Hole dir Hilfe und Unterstützung von ausgebildeten Fachleuten, wenn du merkst, dass du alleine nicht weiter kommst – denn du musst diese Themen nicht ewig mit dir herum tragen und dich dadurch beeinflussen oder sogar einschränken lassen.

Du darfst echte Leichtigkeit und Gelassenheit erleben.

Und das kann man lernen – auch du!

 

Nächste Woche geht es dann weiter mit Teil 3 des Advents-Specials – wir gehen ganz steil auf Weihnachten zu und es wird nächste Woche um ein Thema gehen, das deine Beziehung durch ganz kleine Veränderungen sehr groß verändern kann – ich habe es selbst erlebt und ich teile in der nächsten Woche so gerne all mein Wissen dazu. Worum es sich genau handelt, erfährst du in der nächsten Woche!

Ich freue mich auf dich!

 

 

Danke, dass du auch in dieser Woche wieder mit dabei warst! Der Wunsch nach Gelassenheit und Leichtigkeit ist so verständlich, denn diese Qualitäten verändern deine Beziehung zum absolut Besseren! Ich hoffe sehr, dass du die Übung und all die Impulse, die ich heute mit dir geteilt habe, für dich nutzen kannst und wirst. Wenn du weitere Unterstützung brauchst, komm gerne in den Monats-Check-In ab Januar und arbeite persönlich mit mir an deinen Zielen und Wünschen! Ich freu mich, dass du hier bist und diesen Podcast hörst – danke, danke, danke!

Lass es dir gut gehen, mach’s gut & bis bald,

deine Linda

 

 


In meiner neu gegründeten Facebook-Gruppe „Paartherapie Podcast – Glückliche & Erfüllte Beziehungen leben“ kannst du dich mit anderen Hörern des Podcast sowie mit mir ganz persönlich austauschen! Hier ist Raum für deine Fragen, Themen & Herausforderungen! Teile deine besten Beziehungstipps mit den anderen Mitgliedern oder lasse dich von der Gruppe unterstützen!

Trete der kostenlosen & geschlossenen Facebook-Gruppe bei – ich freue mich auf dich!!


Linda Mitterweger Psychologe Psychologin Berater Beraterin PSY-ON HilfeLinda Mitterweger  (Psychologin)

Ich helfe Menschen eine glückliche und erfüllte Partnerschaft zu leben – in Nahbeziehung und auch in Fernbeziehungen, trotz der Distanz. Ich selbst habe bereits viele Jahre Fernbeziehungen geführt und kenne die Herausforderungen, die diese Beziehungsform bietet – aber auch die Chancen. Mit meiner Unterstützung kannst du die Kommunikation und Offenheit in deiner Beziehung stärken und so gute Lösungen für die Herausforderungen finden, die sich dir in deinem Leben und in deiner (Fern-)Beziehung stellen. Neben der Fernbeziehungsberatung biete ich Online-Paartherapie über Videochat an. Kontaktiere mich für deine 90-minütige Power-Session oder verabrede direkt online deinen nächsten Termin.


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