#116 I Unterschiedlichkeit & Veränderung in der Partnerschaft!

Veröffentlicht von Linda Mitterweger am

Unterschiedlichkeit & Veränderung in der Partnerschaft!

Wie du Beziehung gestalten kannst, so dass es für euch beide stimmt.

 

Heute wird es um Veränderung gehen. Darum, inwieweit du deinen Partner verändern kannst oder konstruktiver: Wie ihr die Beziehung gestalten könnt, so dass es für euch beide stimmig ist. Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dieser Podcast-Folge.

 

Ich wünsche dir viel Spaß mit dieser Podcast-Folge.

 

Du kannst die Folge direkt hier hören – oder auf Spotify & ITunes.

 

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Beziehung für beide gestalten

Hier kannst du den Inhalt der Folge zudem als Blogpost nachlesen:

 

Ich höre in der Online-Paartherapie oft Sätze, wie

  • Mein Partner will sich überhaupt nicht verändern!
  • Ich sage so oft, was ich mir wünsche, aber es ändert sich nichts!
  • So wie er oder sie ist, kann ich mir keine langfristige Beziehung vorstellen!

Und es ist nicht immer einfach, mit solchen Aussagen umzugehen.

Tatsächlich gibt es in Partnerschaften ein Phänomen:

Zu Beginn der Beziehung sehen wir die Gemeinsamkeiten, im weiteren Verlauf die Unterschiede!

Beim Kennenlernen – wenn wir die sprichwörtliche rosarote Brille aufhaben – kommt uns alles entgegen, was den Eindruck vermittelt, dass es mit diesem Partner passt. All die Gemeinsamkeiten nehmen viel Raum ein, das was verbindet. Irgendwann werden all die Dinge selbstverständlich. Es wird selbstverständlich, dass die Partner in vielen Punkten einer Meinung sind, im Großen und  Ganzen die gleichen Werte teilen und ähnliche Ziele verfolgen.

Wir setzen die rosarote Brille ab und fokussieren uns auf all das, was nicht passt.

Plötzlich fällt dir vielleicht auf, wie unstrukturiert dein Partner an seine Aufgaben heran geht, wo dich in einem früheren Beziehungsstadium seine Kreativität inspiriert hat.

Während es dich früher fasziniert hat, dass dein Partner so sehr in seinen Aufgaben versinkt, dass er darüber die Zeit vergisst und du dir gewünscht hättest, dir eine Scheibe seiner Begeisterungsfähigkeit abschneiden zu können, bist du heute nur noch genervt, wenn er schon wieder später als verabredet nach Hause kommt, weil er sich noch in ein Projekt versunken hat.

Vielleicht hast du deine Partnerin schon als Mutter deiner Kinder gesehen und ihre fürsorgliche Art bewundert, mit der sie ein gemeinsames Zuhause für euch geschaffen hat und fühlst dich heute in deiner Freiheit und Eigenständigkeit beraubt, wenn sie wissen möchte, wohin du gehst und wann du nach Hause zurück kommst.

Jede Eigenschaft hat zwei Seiten – jedes Verhalten seine Vor- und Nachteile!

In langjährigen Beziehungen verändert sich vor allem eines: Der Blick aufeinander. Und das führt nicht immer zu mehr Beziehungszufriedenheit. Oftmals entsteht nach einer gewissen Zeit der Wunsch nach Veränderung. Es kommen Gedanken auf, wie…

 

Veränderung des Partners

Mein Partner soll sich verändern – so halte ich es nicht mehr aus!

Oftmals werden auch ganz konkrete Veränderungswünsche geäußert:

  • Sei mal lockerer und entspanne dich mal.
  • Strenge dich in der Beziehung mehr an.
  • Halte deine Versprechen ein – ich muss mich auf dich verlassen können.
  • Sei nicht so laut, so aufdringlich oder so fordernd.
  • Stehe mehr für dich ein und lasse dich nicht immer so leicht unterkriegen.

All das sind Forderungen, die in Partnerschaften stattfinden. Diese und noch so einige mehr.

Vielleicht fragst du dich jetzt:

Ist das gerecht? Darf ich so etwas von meinem Partner verlangen?

Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach.

Tatsächlich steht es nicht in deiner Macht, deinen Partner zu verändern. Das kann er nur selbst tun. Du kannst keine Veränderung erzwingen – sie dir aber natürlich wünschen.

Einer meiner Grundsätze in Partnerschaften lautet

Man darf sich alles wünschen – aber man hat kein Recht darauf, das alles zu bekommen.

Du darfst dir also natürlich Veränderung wünschen, aber dein Partner wird selbst entscheiden, welche Veränderung er sich auch für sich selbst wünscht und welchen Weg er bereit ist, zu gehen.

Ganz allgemein können wir zwischen zwei unterschiedlichen Arten der Veränderung entscheiden:

Veränderung von Verhalten vs. Veränderung der Person

Unser Verhalten zu verändern benötigt Übung und Motivation. Das eigene Verhalten zu verändern muss aus einem tiefen Wunsch und einer inneren Überzeugung heraus geschehen. Das kennst du sicher von dir selbst: Es ist schwer, sich zum Sport zu motivieren ohne ein richtiges großes Ziel vor Augen. Genauso verhält es sich mit allen anderen Verhaltensänderungen. Es braucht intrinsische Motivation – Motivation, die aus einem inneren Wunsch und einer inneren Überzeugung heraus entsteht. Dann ist Veränderung möglich.

Die Persönlichkeit zu verändern ist hingegen fast unmöglich. Natürlich verändert sich unsere Persönlichkeit ein Leben lang. Über die Jahre hinweg wird sie meist stabiler, verändert sich langsamer. Und doch gibt es Veränderung. Die entsteht jedoch nicht im Außen. Lebenserfahrung verändert die Persönlichkeit, in dem wir uns an die unterschiedlichen Lebenssituationen anpassen. Dazu zählt jedoch nicht der Wunsch eines Partners.

Wenn du einen introvertierten Partner gewählt hast, kannst du keinen extrovertierten Menschen erwarten. Wenn du einen strukturierten Partner gewählt hast, wird sich das Chaos aber möglicherweise auch die Spontaneität in Grenzen halten.

 

Akzeptanz gegenüber dem Partner

Um Unterschiede in der Persönlichkeit zu überbrücken, braucht es Akzeptanz!

Du musst die Persönlichkeit deines Partners annehmen wie sie ist und die Hoffnung aufgeben, dass er sie irgendwann für dich verändern wird. Was das Verhalten angeht, kannst du Wünsche äußern: Beziehung bedeutet immer auch Kompromisse in Maßen zu machen, so dass die Beziehung für beide Partner stimmig ist und funktioniert.

Gleichzeitig ist das Vorgehen, den Erfolg der Partnerschaft von der Veränderungsbereitschaft deines Partners abhängig zu machen, sehr schwierig, denn du hast keinen Einfluss darauf.

Verändere stattdessen die Dinge, die du beeinflussen kannst.

So hast du mehr Chancen auf Erfolge.

Du kannst dich in Akzeptanz üben für das, was dein Partner ist. Für seine guten Seiten und für die herausfordernden. Dabei helfen kann, dich in einer anderen Sichtweise zu üben.

Frage dich: Wofür ist diese Eigenschaft meines Partners auch gut?

Möglicherweise hat seine ungewöhnliche Herangehensweise euch schon verschiedene Türen geöffnet und ihr seid auf neue Ideen gekommen, um Probleme anzugehen.

Vielleicht hast du durch die entspannte Art auf die dein Partner Situationen angeht, schon selbst gelernt, besser mit Stress umzugehen.

Möglicherweise kann dich dein Partner durch seine Andersartigkeit gut in Aufgaben unterstützen, die dir selbst schwer fallen.

Was kannst du den Situationen und Charakterzügen Gutes abgewinnen?

Vielleicht gelingt es dir auch, Verständnis und Mitgefühl für deinen Partner zu entwickeln indem du dir die Fragen stellst:

  • Weshalb hat mein Partner diese oder jene Verhaltensweise für sich entwickelt?
  • Wann in seinem Leben war dieses Verhalten für ihn besonders hilfreich oder wichtig?
  • Warum ist es sogar gut, dass er diesen Charakterzug oder diese Verhaltensweise entwickelt hat?

 

Unterschiedlichkeit in der Partnerschaft

Übe dich in Verständnis, Mitgefühl und Akzeptanz!

Möglicherweise merkst du aber, dass du mit bestimmten Eigenschaften oder Verhaltensweisen so gar nicht zurecht kommst. Sie haben sich möglicherweise erst entwickelt und waren nicht von Beginn der Beziehung ersichtlich oder auch deine Bedürfnisse und Wünsche haben sich verändert, so dass ihr jetzt immer wieder aneckt.

Möglicherweise gelingt es euch, Vereinbarungen für eure Partnerschaft zu treffen, die euch dabei unterstützen, besser mit den Herausforderungen der Unterschiedlichkeit umzugehen.

Das kann bedeuten, eine räumliche Trennung vorzunehmen. Sich Zeit für sich selbst nehmen zu dürfen. Einen Putzplan zu etablieren. Verantwortlichkeiten neu zu verteilen oder klare Regeln aufzustellen, die beide Partner erfüllen können.

Es ist hilfreich, in einer solchen Situation zu sehen, was jeder Partner geben und einbringen kann, um ein gutes Umfeld zu schaffen, das für beide Partner passt.

Macht dafür eine Liste, auf der ihr eure Wünsche verzeichnet. Tauscht euch dann darüber aus, was ihr dem anderen Partner jeweils anbieten könnt, um ihn mit seinen Wünschen zu sehen, wo aber auch Grenzen verlaufen.

Und wenn ihr bemerkt, dass die Grenzen so stark und strikt sind, dass keine gemeinsame Einigung möglich ist, lohnt es sich vielleicht auch einmal, darüber nachzudenken, was ohne die Beziehung möglich werden würde.

Lasst euch gerne unterstützen, wenn ihr das Gefühl habt, miteinander keine gute Einigung zu finden – der Blick von außen hilft manchmal ungemein.

Ich wünsche euch alles Gute und dass ihr euch in Akzeptanz füreinander übt und gute Lösung findet um eure Unterschiedlichkeit zu überbrücken!

 

Danke, dass du auch in dieser Folge wieder mit dabei warst! Ich hoffe, dass es dir gelingt eine Beziehung zu leben, die von Akzeptanz und Respekt geprägt ist und in der ein konstruktiver Austausch darüber stattfindet, was ihr beide braucht, um gut in Beziehung zu sein. Wenn du Lust hast, noch mehr für deine Beziehung zu tun, werde gerne Teil meines diesjährigen Adventskalenders! Alle Infos zur Anmeldung findest du in den Shownotes – es wird jeden Tag eine kleine Aufgabe, eine Frage oder einen Impuls für dich geben um mehr Liebe und Verbindung in die Adventszeit zu bringen und ich freue mich sehr, wenn du dabei bist!

Mach’s gut, lass es dir gut gehen & bis bald,

deine Linda

 

In meinem kostenlosen Mitgliederbereich wartet ein Workbook für deine Beziehung zum Download auf dich. Außerdem findest du dort einen kostenlosen 4-teiligen Online-Kurs & weitere Literaturempfehlungen rund um das Thema Partnerschaft & Paartherapie. Alle neuen Informationen gibt es dort zuerst!


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Linda Mitterweger Psychologe Psychologin Berater Beraterin PSY-ON HilfeLinda Mitterweger  (Psychologin)

Ich helfe Menschen eine glückliche und erfüllte Partnerschaft zu leben – in Nahbeziehung und auch in Fernbeziehungen, trotz der Distanz. Ich selbst habe bereits viele Jahre Fernbeziehungen geführt und kenne die Herausforderungen, die diese Beziehungsform bietet – aber auch die Chancen. Mit meiner Unterstützung kannst du die Kommunikation und Offenheit in deiner Beziehung stärken und so gute Lösungen für die Herausforderungen finden, die sich dir in deinem Leben und in deiner (Fern-)Beziehung stellen. Neben der Fernbeziehungsberatung biete ich Online-Paartherapie über Videochat an. Kontaktiere mich für deine 90-minütige Power-Session oder verabrede direkt online deinen nächsten Termin.


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